Zum Inhalt springen

Damals…

… ja, früher wars.
Ich wurde heute gefragt, wie ich denn zum Nähen gekommen bin. Ein Glück kann ich ja nähen – es geht um ein Faschingskostüm fürs Tochterkind 🙂
Ja, zum Glück kann ich das…
Gelernt habe ich es überwiegend durch Youtube, learning by doing & wieder auftrenning. Aber in Ruhe und von vorn:

Ich nähe noch gar nicht so lange muss ich dazu sagen. Ich erinnere mich, dass meine mich überaus liebende Großmutter mir damals (2002) in meine erste eigne Wohnung (Studentenbude) eine Nähmaschine anschleppte. Die war in der Verwandtschaft irgendwo in der Erbmasse aufgetaucht und sie hatte die Maschine überholen lassen und wollte mich damit beglücken. Die Betonung liegt hier eindeutig auf wollen. Ich hatte fürs Nähen nie eine Leidenschaft eintwickelt, mich noch nie damit auseinander gesetzt und niemand hatte es mir wirklich gezeigt – oder ich hatte auch niemanden, bei dem ich mir das ein bisl abgucken konnte. (Wer noch die Zeiten mit dem 56k-Modem, den Einwahlgeräuschen usw kennt der weiß, dass es gar nicht so leicht war mit Youtube & Co… Also fiel auch das am Anfang als Infoquelle aus)
Aber Großmutter wollte das ich nähe (nähen lerne). Praktischerweise hatte sie auch gleich ein paar Stoffe zum Ausprobieren dabei und zwei uralte Bücher noch aus König Augusts Zeiten, wo das Nähen idiotensicher erklärt ist. Jaaaaaaaa…
Ich setzte mich also ans Maschinchen und dachte mir, dass das doch unmöglich so schwer sein konnte.

Ich probierte hier und da. Aber spätestens beim Fadenwechsel war es aus. Immer!
Die Maschine warf schreiend Ober- und Unterfäden von sich und das blieb auch so. Ein einfaches Umspulen brachte mich an den Rand der Verzweiflung. Irgendwann stand die Maschine in der Ecke und staubte vor sich hin. Ein paar Jahre später konstatierte ich, dass ich sowieso zu doof dafür bin und habe die Maschine schlussendlich verschenkt.

2014 zog ein junger Mann bei mir ein – mittlerweile allseits bekannt als #besterMannderWelt – er brachte eine Medion-Nähmschine mit und übernahm ab dato das kürzen meiner Hosen und ändern meiner Klamotten.
Soweit so gut & alle zufrieden.

Anfang 2015 hatte ich mir in den Kopf gesetzt, einen schwarzen Bezug für mein Stillkissen haben zu wollen. Stoff war gekauft und dann geschah – nix.
Mein Mann hatte wenig Zeit und ich kam in meiner Mutterschutzzeit auf allerlei lustige Ideen. Ich kam wieder dazu mich hinter die Maschine zu setzen und dachte „So schwer kann das doch nicht sein“ … da haben wir ihn wieder, diesen Satz.
Ich nähte ein bisschen, die Maschine war ganz brav und machte, was ich von ihr wollte.
„Hui“ dachte ich bei mir, so schwer war das wirklich nicht.

Und das war es auch nicht.
Beim nächsten Telefonat mit meiner Omi kam heraus, dass die alte Tischnähmaschine meiner Uromi noch existierte und auf eine neue Bestimmung wartete. So kam ich zu meiner eignen Maschine, einer Pfaff Hobby 301 aus dem Jahre 1994. Den Garantieschein habe ich noch!!
Die Freundin von meinem Pap schaute sich die Maschine an, ein bisschen drehen hier, einen Spritzer Öl da und los ging es.
Die Maschine näht, bis heute treu und brav, muckt nicht mal bei 4-5 Lagen Jeans usw. Sie hat drei Sticharten und kann in der Theorie sogar Knöpfe annähen – ich habe es noch nie probiert.
Eine große Wartung im Fachgeschäft habe ich ihr zwischendurch noch gegönnt und weiter schnurrt sie wie ein Kätzchen (ein lautes Kätzchen).

So begann meine Liebe zum Nähen – und wie das bei einem tollen Hobby so ist, stockt man irgendwann auf. Mittlerweile haben ich drei Maschinen, einen Plotter, diverses Material, Folien, einen größeren Stoffschrank, ein dezentes Suchtproblem diesbezüglich und es ist noch kein Ende abzusehen.
Jüngst arbeite ich mich in das Thema Coverlook-Maschine ein – denn das ist das jüngste Mitglied im „Hobbyzimmer“.

Hier nochmal mein erstes wirkliches Kleidungsstück – eine Pumphose für meine Tochter ❤️❤️❤️…

Blog abonnieren

Loading

Datenschutz:
Wir speichern deinen eingebenen Namen und deine eingebene E-Mail auf unserem Server. Wir nutzen diese Daten ausschließlich um dir eine E-Mail zu schicken wenn wir einen neuen Beitrag online gestellt haben.

Unsere Datenschutzseite

2 Kommentare

  1. Die Mama Die Mama

    Jaaaaa, ich erinnere mich ganz dunkel an die erste von Oma gesponsorte Nähmaschine und wie unglücklich Du damit warst. Um so mehr ist es toll, was Du an wunderschönen und kreativen Dingen zauberst. Ich bin ganz, ganz stolz auf Dich 🙂

    • Katha Katha

      Oh ja das stimmt… Diese Maschine 😕. Naja nun ist es anders 🙂 zum Glück.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.